05.07.2018 – von Anchorage, AK nach Hope, AK

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Nach einer kurzen Nacht – US Unabhängigkeitstag mit allem drum und dran – und schlafen in der Startschneise der Frachtflieger – hallo London, hallo Heathrow -, ging es um 07:00 Uhr zur Werkstatt.

Sie haben einen wirklich guten Job gemacht, insbesondere auch etwas gefunden was die Schweißperlen auf die Stirn treibt. Die Zwillingsbereifung hinten links hatte jeweils eine dicke Schraube irgendwo aufgenommen.

Mit neuen „Schuhen“ ging es dann weiter von Anchorage Richtung Süden auf die Halbinsel Kenai. Die 90 Meilen verliefen die ganze Zeit am Ufer eines Seitenarmes des Cook Inlets entlang. Wunderbare Ausblicke auf die Bergwelt auf der westlichen Seite des Meeresarmes.

Und es waren alle 2 bis 3 Kilometer Parkplätze mit dem Fotoaparatsymbol, und die Flächen waren nicht klein, aber rappel voll. Wie auch in Deutschland haben viele Amerikaner ihren Feiertag mit Brückentagen für einen Ausflug (verlängertes Wochenende) verbunden.

Es gibt aber noch einen weiteren Grund. Die Bucht wird auch Beluga Bay genannt, weil hier Beluga Wale zu Hause sind und jetzt ihren Jungtieren „das Leben“ erklären / beibringen“. Die See war zu rau, um die Rückenflossen erkennen zu können.

Am Abzweig zum Sterling Hwy.  – er verbindet seit 1950 (!) die Städte Homer und Seward – ging es Richtung Westen. Auf dem Weg nach Homer habe ich einen Abstecher von 17 Meilen nach Hope gemacht. Die Strecke ist genauso schön wie beschrieben. Sattes Grün in einem schmalen Tal, das zwei Orte beherbergt. Den ersten Ort, er heißt Sunrise, habe ich nur dadurch wahrgenommen, weil einige typische amerikanische Briefkästen am Straßenrand standen. Viel mehr findet man über den Ort auch im Netz nicht. Da ist der Endpunkt dieser Straße schon interessanter. Dort liegt der Ort Hope, der zur Zeit des Gold Rush‘s in Alaska entstanden ist.

Heute hat er 170 Einwohner, eine Kirche, eine Schule mit 14 Schülern aller Altersklassen der Grundschule, ein kleines Kulturzentrum und eine geschlossene Tankstelle sowie eine geschlossene Kneipe.

Die Straße endet am Ende des (gedachten) Ortes mit einem Wendehammer, von dem ein Campingplatz direkt in der Wildnis führt. Die 10 Plätze am Cook Inlet liegend sind natürlich lange vorbestellt und ausgebucht, aber dort, wo man zumindest den „Hintern der Welt“ sehen kann, gab es noch einen Platz. Die Begrüßung war überwältigend, muss an dem fremden Geruch liegen. Das Wohnmobil war binnen Sekunden eingehüllt in Schwärmen aus sehr großen Pferdefliegen, etwa doppelt so groß wie bei uns in Deutschland. Auch da sind Sie BIG, hungerig und die Bisse tun Schweine weh.

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