10.05.2022 Wohnmobiltour von Novigrad nach Rovinj

Der heutige Tag hatte es in sich und war berauschend. Wie immer um 6:00 Uhr wach geworden eine halbe Stunde mit Xandro gespielt und ab aus den Federn. Soweit habe ich alles für die Fahrt verstaut und dann den morgendlichen Spaziergang mit Xandro genutzt, um uns das malerische Städtchen Novigradanzuschauen.

Die Altstadt war bis in das 18. Jahrhundert eine Insel und wurde erst zu dem Zeitpunkt mit dem Festland verbunden. Der Glockenturm, und die stehen in jeder Stadt, wurde vom Wahrzeichen in Venedig, dem Markus Glockenturm „abgekupfert“. Auch wenn alle Gebäude auf tragendem Grund errichtet wurden erinnern viel Gassen und Gebäude in Form und pastellen Farbtönen an Venedig.

Noch ist es ein Geheimtipp für Touristen, und das machte den Spaziergang sehr entspannt, da es nicht voll wurde.    

 

Nach einem kleinen Frühstück auf dem Veliki Trg (steht für Platz) und einem Rundgang um die gut erhaltene Stadtmauer von Novigrad ging es, wie es sich für Wohnmobilisten gehört, auf Nebenstrecken ohne mautgebühr durch riesige Weinfelder, oder sagt man Weinberge (?) und ausgedehnten Olivenhainen nach Porec. Schön anzusehen sind die vielen kleinen Stände an der Straße, die ihre Erzeugnisse anbieten. Ich bin erstaunt, dass ich in Deutschland noch nicht bewusst Olivenöl aus Kroatien gesehen habe.

Porec ist ein weitaus bedeutenderer Touristenmagnet als Novigrad. Das sieht man nicht nur an den vielen Hotels außerhalb der Altstadt, sondern auch an den vielen Angeboten. Sei es eine tagestour mit Schnellbooten nach Venedig, oder Touren zur Delphinbeobachtung. Gefühlt sind 80% der Erdgeschosse in der Altstadt mit gastronomischen Betrieben „zugepflastert“.

Nicht nur der malerische Zauber macht diese Stadt so attractive, sondern bei genauem hinschauen ist der römische Einfluß erhalten geblieben. Die Hauptstraße Decumanus verläuft von Ost nach West und die Cardo Maxiums von Nord nach Süd. Alle Nebenstraßen ordnen sich diesem System im rechten Winkel zu den beiden Hauptachsen unter. Und natürlich gibt es auch den Glockenturm, der in seiner Art schlichter ist als der auf dem Markusplatz, aber sich gut in das Gesamtbild einfügt.

Es war inzwischen 26 Grad warm, deutlich voll, und verständlicherweise gibt es in der Enge keine Parkplätze für Wohnmobile. Also 30 Minuten hin, Besichtigung und wieder eine halbe Stunde zurück. Jede dieser Minuten war Gold wert. Für heute ging es dann zur letzten Station nach Rovinj.

Rovinj ist schon etwas ganz besonderes, aber sehr überlaufen. 

Das wirklich schöne ist das Panorama von außen, sowie einige tolle Gassen. Fotografieren ist sehr schwierig, sowohl von der Beleuchtung her ist eine Seite der Gasse Seite dunkel im Schatten gegenüber dann das gleißende Sonnenlicht auf der anderen Seite. Dazu die störenden Passanten, die man nicht auf dem Bild haben möchte.

Beeindruckend war die Windstar, ein Kreuzfahrt Luxusschiff unter Segeln mit fünf Masten. Es lag auch eine Motoryacht vor Anker, die mir sehr bekannt vorkam. Es könnte die kleinste der drei Yachten von Herrn Abramowitsch sein.

Zum Abschluss gab es dann eine Pizza Tonno bevor es zu Campingplatz ging. War sehr gut und lecker und fast zum totlachen. Sie war für Amerikaner in „Slices“ geschnitten, damit sich die Kulturbanausen auch ja nicht mit dem Messer schneiden. Ich hatte noch nicht fertig bestellt, als am Nebentisch die Amerikaner bedient wurden und alles mit den Händen in sich hineingestopft haben. Hatten aber auch ein sehr angenehmes Gespräch, den beide Pärchen sind Hundebesitzer in den USA.