14. / 15.06.2018 – von Crooked River, BC über Fort St. John, BC nach Fort Nelson

Hwy 97 vom Crooked River nach Fort St. John

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Hwy 97 von Fort St. John nach Fort Nelson

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Los ging es bei strahlendem Sonnenschein den Rocky Mountains entgegen. Diese Strecke wurde bereits von den Goldgräbern im 19. Jahrhundert als Passverbindung genutzt.  Der erste Abschnitt machte den Eindruck, als wenn der Wald geerntet wird. Wie Felder wird der Wald für die Holzindustrie abgeholzt, der Boden geebnet und wieder aufgeforstet.

Unvergesslich die Serpentinen hinauf zum Pine Le Moray Provincial Park hinüber nach Chetwynd, wo die Bilder entstanden sind. Danach war es dunkel und es begann ein Gewitter mit Platzregen, der erst in Fort St. John aufhörte. Der Ort selbst ist sehr hässlich und schmuddelig. 4 spurige Durchgangsstraße, ein paar Motels und Tankstellen, ansonsten ein Betrieb nach dem anderen, die dem Straßenbau und der Forstwirtschaft als Serviceanbieter mit schwerem Gerät dienen. 

Hier änderte sich auch die Sprache mit einem neuen Akzent und etwas „einfach gestrickt“. Das gehört dazu, wenn der Anteil der First Nation (Indianer) über 50% beträgt.

Heute ging es dann weiter Richtung Norden auf dem Hwy 97, der der sehr bekannte Alaska Hwy ist. Obwohl es schon 1930 Pläne gab die Städte Edmonton in Alberta und Fairbanks in Alaska zu verbinden wurde erst 1942 der Bau in Angriff genommen. Er war zur strategischen Notwendigkeit des Militärs nach den japanischen Angriff auf Pearl Habor erklärt worden. Mit insgesamt 27.000 Arbeitern wurden für rund 140 Millionen $US 1.500 Meilen vom 08.03.1942 bis zum 25.10.1942 in die Wildnis geschlagen und gebaut.

Heute gibt es keine 25 Prozent Steigungen mehr, aber die Trasse ist original geblieben. die ganze Fahrt über ging es durch den Wald in hügeligem Gelände. Auffällig ist, dass die Bevölkerungsdichte stark abnimmt, teilweise wird gewarnt, dass die nächste Tankstelle erst in 176 Kilometern kommen wird.

Bis gestern habe ich unterwegs immer so um die 10 Mountain Bike Fahrer gesehen, heute waren es nur noch 2. Ich nehme an, dass es daran liegt, dass die Campingplätze zu weit verstreut sind und nicht jeder den Mut hat wild zu campen.

Der Ort selbst hat gerade mal etwas mehr als 3.000 Einwohner und hat nichts an Tourismus zu bieten.

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