18.06.2019 – von Umea nach Härnösand

Die E4 Richtung Süden verläuft im Abstand von 5 bis 15 Kilometern parallel zur Küste. Was sehr angenehm ist, gab es auch in Norwegen, dass mit Schildern auf Sehenswürdigkeiten hingewiesen wird. Unangenehm ist die fremde Sprache, denn im Gegensatz zum norwegisch kann ich mit schwedisch nichts ableiten, außer Kirche und Naturschutzgebiet. Es ist leider zeitlich nicht möglich jedem Hinweisschild zu folgen, zumal die Sehenswürdigkeit auch mal 15 Kilometer entfernt sein kann – und diese Angabe fehlt auf den Hinweisschildern. Dennoch waren 2 Highlights dabei, der schnuckelige Ort Norrbyskär mit wenigen Häusern und alle mit Seegrundstück. Am Anleger lag eine Fähre für Personen und Fahrräder. Auf der anderen Fjordseite konnte man ein Industriegebiet ausmachen. U. U. also der Arbeitsshuttle. Das zweite war die Kirche in Grundsunda. Ich kann mich nicht erinnern zuvor einen solch schönen Kirchturm aus Holz gesehen zu haben. Bemerkenswert war, dass der ganze Ort ein Kulturzentrum ist und im Kirchturm die Besuchertoiletten untergebracht sind. Zurück zur E4 und den schwedischen Besonderheiten. Die Straße ist gut ausgebaut, aber nur zweispurig. In gewissen Abständen kommt ein Stück, i. d. R. ein bis zwei Kilometer lang zum überholen. Obwohl die erlaubte Höchstgeschwindigkeit 110 km/h beträgt gibt es, wie in Deutschland auch, Abschnitte mit einer Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h. In diesen Abschnitten wird alle 5 Kilometer auf Blitzer aufmerksam gemacht, die genau 250 Meter nach dem Hinweisschild stehen. Also wer sich blitzen lässt hat ganz einfach gepennt.

Zum Hundegang bin ich an einen Strandabschnitt gefahren. So wie man das auch von Jütland kennt sind die Strände naturbelassen. Vieles ist hier ähnlich zu den deutschen Förden, hügeliges aber eher flaches Gelände. Der einzige große Unterschied ist der wesentlich felsigere Geländeaufbau und die Bewaldung oft bis an den Strand. Die vielen Inseln sind mit Brücken verbunden, die teilweise sehr imposant sind. Zum Abschluss der Etappe ging es auf einen Campingplatz in Harnösand. Wieder eine tolle gepflegte Anlage, die Terassenförmig angelegt ist, so dass jeder Stellplatz freien Blick auf die Förde hat.