26.02.2020 – von Gävle, S nach Nordmaling, S

Heute wurde ich sehr früh geweckt. Offensichtlich, wie vielfach in Canada, leben auf den Campingplätzen, die hier die Woche über auf Montage arbeiten. Ab kurz vor 6 fuhren sie mehr oder weniger gleichzeitig los.

Bei strahlendem Sonnenschein ging es weiter nach Nordmaling. Auf der Strecke erinnern die zugefrorenen Seen daran, das es noch Winter ist, obwohl die Temperaturen bei plus 1 Grad tagsüber liegen. Alle Skigebiete, die ich bisher gesehen habe, sind geschlossen, da so gut wie kein Schnee liegt.

Die Hauptstraßen sind sehr gut geräumt und schnee- und eisfrei. Das ist auf den kleinen Nebenstrecken ganz anders. Dort ist ein bis zu 20 Zentimeter dicker Eispanzer auf der Straße, den Radwegen und auch auf den Fußwegen die Regel. Die Fußwege sind mit Split abgestreut, was einiger Maßen Halt gibt.

In Nordmaling ist der Campingplatz ganzjährig geöffnet, mehr auch nicht. Für 10 Euro stehe ich auf einer Eisfläche mit Stromanschluss. Aufgrund der geringen Nachfrage sind alle Service Einrichtungen, wie zum Beispiel die Toiletten und Duschen geschlossen. Das dazugehörige Restaurant bietet an während der Öffnungszeiten die Toilette zu benutzen – gut, wenn man vollständig autark ist.

Die Nacht musste ich einmal raus, da die erste Gasflasche leer war und es empfindlich kühl geworden war. Die Luft ist heute morgen herrlich, totale Windstille, wenig Luftfeuchtigkeit und sonnig bei -8 Grad Celsius.

Eine weitere interessante Erfahrung sind die Zeiten von Sonnenaufgang und Sonnenuntergang zu Niedersachsen. Es wird fast eine Stunde früher hell, aber auch eine Stunde früher dunkel. Heute werden wir am Zielort Lulea ankommen und uns erst einmal ausruhen.