27.02.2020 – von Nordmaling, S nach Lulea, S

Die letzten rund 300 Kilometer ging es dann deutlich langsamer voran, da die Autobahn zu einer normalen, 2 – spurigen „Bundesstraße“ ohne Ortsumgehungen wurde. Und plötzlich war er da, der Schnee. Zuerst nur an den Straßenrändern und in der Natur, in Lunea aber auch als festgefahrene Schneedecke auf den Straßen abseits der Hauptverkehrsstraßen. Der erste Weg war zum Gashandel, um die leere Gasflasche zu tauschen. Während der Winter auch hier immer zu warme Phasen hatte sind es jetzt nachts satte minus 21 Grad Celsius und das wird sich in den nächsten Tagen nicht grundlegend ändern. Am Montag ist wieder Gas Beschaffung angesagt.

Der idyllische Campingplatz liegt an einem riesigen, zugefrorenen See in einem Waldgebiet rund 5 Kilometer außerhalb der Stadt. Der Platz ist hälftig in Camping Parzellen und großzügigen Hütten unterteilt. Jetzt am Wochenende sind insbesondere die Hütten gut besucht. Viele haben ihre Snowmobile dabei oder sind auf Langlaufskiern unterwegs. „Man“ skatet, d. h. es gibt leider keine Loipen. Alles in Allem „Winter – Wonder – Land“ – Erholung pur!

Die Kälte ist sehr gut auszuhalten, da die Luftfeuchte sehr niedrig ist und es fast windstill ist. Nur der erste Hundegang im Frühnebel ist eisig.

Das Ziel Polarlichter zu sehen und zu photographieren gestaltet sich etwas schwierig. Das Wetter auf der Erde – Wolkenbildung, und das Weltraumwetter – Intensität und Richtung des Sonnenwindes müssen zusammenpassen. Zurzeit passt es nicht, d. h. entweder ist der himmel zu sehr bedeckt, oder die Intensität des Sonnenwindes ist zu niedrig. Der wird wie der Wind auf der Erde in Einheiten von 0 bis 12 gemessen. Hier am 60. Breitengrad bedarf es einer Stärke von 4, um das Polarlicht sehen zu können. Der Wind ist abhängig von der Sonnenaktivität und es wird für 2020 die Orkanstärke 12 erwartet, nur keiner kann genau sagen wann, denn alles basiert auf statistischen Daten und Modellrechnungen.

Was sind eigentlich Polarlichter? Lt. Wikipedia:

Das Polarlicht auf der Nordhalbkugel, wissenschaftlich Aurora Borealis genannt, ist eine Leuchterscheinung durch angeregte Stickstoff- und Sauerstoffatome der Hochatmosphäre, die in Polargebieten beim Auftreffen beschleunigter geladener Teilchen aus der Erdmagnetosphäre auf die Atmosphäre hervorgerufen wird. Polarlichter sind meistens in zwei etwa 3 bis 6 Breitengrade umfassenden Bändern in der Nähe der Magnetpole zu sehen.

Hier zwei Beispiele, von Bildern, die veröffentlicht werden dürfen: