28.05.2019 – von Leikong nach Geiranger

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Ich war schon mal vor vielen Jahren mit AIDAura im Geirangerfjord und es ist einer der schönsten Fjorde, ein 20 Kilometer langer Seitenarm eines ganzen Fjordsystems. Spektakulär sind zwei Merkmale:
Die umgebende Bergwelt ist über 620 Meter steil aufragend hoch und der Fjord hat eine Breite von nur 600 Metern an der schmalsten Stelle. Die Kreuzfahrtriesen müssen mit Lotsen navigieren und die Gäste haben den Eindruck man könnte den Fels anfassen, so nah erscheint er.

Entlang des Fjordsystems ging es nach Hellesylt, dem Fährhafen. Die Fähre fährt alle 2 Stunden und schippert einen in gut einer Stunde für 61 Euro durch den Geirangerfjord zum kleinen Touristenort Geiranger „. Der alte Ort Hellesylt ist dierekt an einem Wasserfall gelegen und besteht aus weiß gestrichenen Häusern. Es ist beschwerlich die steilen Serpentinen täglich zu fahren, so dass neben den Touristenläden nur noch der Hafenbetrieb dort angesiedelt ist. Die Neustadt ist deutlich höher an der Hauptverkehrsader entstanden. Entlang des Fjords ist es sehr fruchtbar und es stehen noch Farmen als Denkmäler, die bis Anfang der 60er Jahre bewirtschaftet wurden. Produkte waren Ziegen, Äpfel, Birnen, Pflaumen und in warmen Sommern Aprikosen.

Die abgebildete Farm hatte bis 1961 200 Obstbäume und 100 Ziegen zur Bewirtschaftung.

Neben den malerischen Ausblicken gibt es immer wieder Kritik an den Kreuzfahrtschiffen, die zur Stromerzeugung auch während der Liegezeiten die Dieselgeneratoren laufen lassen. Ruhig und saubere Luft gibt es ab 17 Uhr, wenn die Riesen den Fjord verlassen. Erinnert ein bisschen an Helgoland, wenn die Bäderschiffe zurückfahren und Ruhe einkehrt. Das zweite Highlight in Geiranger ist die Straßenverbindung, und davon gibt es genau nur eine, die tatsächlich ganzjährig befahrbar ist. Es geht über 11 Haarnadelkurven in Serpentinen auf 620 Meter – mein Highlight für den 29.05.2019.

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