04.05. – 07.05.2022 Wohnmobiltour

Die ersten Änderungen musste ich bereits vornehmen, da sich das Wetter alles andere als freundlich zeigte. Wegen Dauerregens werde ich die Stadt Salzburg auf der Rückfahrt von Kroatien besichtigen. In bin direkt nach Villach am Ossiachersee gefahren.

Von hier aus geht es morgen in das sonnige und warme Kroatien nach Umag. 

Wohnmobiltour 2022 – ein kurzer Überblick


Endlich ist es wieder so weit eine längere Tour zu unternehmen.
Es geht von Celle aus über Salzburg nach Kroatien und auf dem „Rückweg“ über die Hochalpenstraße von Reit im Winkl bis zum Bodensee, durch den Schwarzwald und über die sogenannte Burgenstraße bis nach Würzburg.
Heute war die erste Etappe der Anreise bis Fulda. Morgen geht es weiter nach Regensburg. Am Freitag ist das Ziel Salzburg, wo die eigentliche Tour mit vielen Bildern starten wird. Mit Rücksicht auf meinen Welsh Terrier Xandro sind die längsten Etappen mit 3 Stunden Fahrzeit geplant worden.

27.02.2020 – von Nordmaling, S nach Lulea, S

Die letzten rund 300 Kilometer ging es dann deutlich langsamer voran, da die Autobahn zu einer normalen, 2 – spurigen „Bundesstraße“ ohne Ortsumgehungen wurde. Und plötzlich war er da, der Schnee. Zuerst nur an den Straßenrändern und in der Natur, in Lunea aber auch als festgefahrene Schneedecke auf den Straßen abseits der Hauptverkehrsstraßen. Der erste Weg war zum Gashandel, um die leere Gasflasche zu tauschen. Während der Winter auch hier immer zu warme Phasen hatte sind es jetzt nachts satte minus 21 Grad Celsius und das wird sich in den nächsten Tagen nicht grundlegend ändern. Am Montag ist wieder Gas Beschaffung angesagt.

Der idyllische Campingplatz liegt an einem riesigen, zugefrorenen See in einem Waldgebiet rund 5 Kilometer außerhalb der Stadt. Der Platz ist hälftig in Camping Parzellen und großzügigen Hütten unterteilt. Jetzt am Wochenende sind insbesondere die Hütten gut besucht. Viele haben ihre Snowmobile dabei oder sind auf Langlaufskiern unterwegs. „Man“ skatet, d. h. es gibt leider keine Loipen. Alles in Allem „Winter – Wonder – Land“ – Erholung pur!

Die Kälte ist sehr gut auszuhalten, da die Luftfeuchte sehr niedrig ist und es fast windstill ist. Nur der erste Hundegang im Frühnebel ist eisig.

Das Ziel Polarlichter zu sehen und zu photographieren gestaltet sich etwas schwierig. Das Wetter auf der Erde – Wolkenbildung, und das Weltraumwetter – Intensität und Richtung des Sonnenwindes müssen zusammenpassen. Zurzeit passt es nicht, d. h. entweder ist der himmel zu sehr bedeckt, oder die Intensität des Sonnenwindes ist zu niedrig. Der wird wie der Wind auf der Erde in Einheiten von 0 bis 12 gemessen. Hier am 60. Breitengrad bedarf es einer Stärke von 4, um das Polarlicht sehen zu können. Der Wind ist abhängig von der Sonnenaktivität und es wird für 2020 die Orkanstärke 12 erwartet, nur keiner kann genau sagen wann, denn alles basiert auf statistischen Daten und Modellrechnungen.

Was sind eigentlich Polarlichter? Lt. Wikipedia:

Das Polarlicht auf der Nordhalbkugel, wissenschaftlich Aurora Borealis genannt, ist eine Leuchterscheinung durch angeregte Stickstoff- und Sauerstoffatome der Hochatmosphäre, die in Polargebieten beim Auftreffen beschleunigter geladener Teilchen aus der Erdmagnetosphäre auf die Atmosphäre hervorgerufen wird. Polarlichter sind meistens in zwei etwa 3 bis 6 Breitengrade umfassenden Bändern in der Nähe der Magnetpole zu sehen.

Hier zwei Beispiele, von Bildern, die veröffentlicht werden dürfen:

26.02.2020 – von Gävle, S nach Nordmaling, S

Heute wurde ich sehr früh geweckt. Offensichtlich, wie vielfach in Canada, leben auf den Campingplätzen, die hier die Woche über auf Montage arbeiten. Ab kurz vor 6 fuhren sie mehr oder weniger gleichzeitig los.

Bei strahlendem Sonnenschein ging es weiter nach Nordmaling. Auf der Strecke erinnern die zugefrorenen Seen daran, das es noch Winter ist, obwohl die Temperaturen bei plus 1 Grad tagsüber liegen. Alle Skigebiete, die ich bisher gesehen habe, sind geschlossen, da so gut wie kein Schnee liegt.

Die Hauptstraßen sind sehr gut geräumt und schnee- und eisfrei. Das ist auf den kleinen Nebenstrecken ganz anders. Dort ist ein bis zu 20 Zentimeter dicker Eispanzer auf der Straße, den Radwegen und auch auf den Fußwegen die Regel. Die Fußwege sind mit Split abgestreut, was einiger Maßen Halt gibt.

In Nordmaling ist der Campingplatz ganzjährig geöffnet, mehr auch nicht. Für 10 Euro stehe ich auf einer Eisfläche mit Stromanschluss. Aufgrund der geringen Nachfrage sind alle Service Einrichtungen, wie zum Beispiel die Toiletten und Duschen geschlossen. Das dazugehörige Restaurant bietet an während der Öffnungszeiten die Toilette zu benutzen – gut, wenn man vollständig autark ist.

Die Nacht musste ich einmal raus, da die erste Gasflasche leer war und es empfindlich kühl geworden war. Die Luft ist heute morgen herrlich, totale Windstille, wenig Luftfeuchtigkeit und sonnig bei -8 Grad Celsius.

Eine weitere interessante Erfahrung sind die Zeiten von Sonnenaufgang und Sonnenuntergang zu Niedersachsen. Es wird fast eine Stunde früher hell, aber auch eine Stunde früher dunkel. Heute werden wir am Zielort Lulea ankommen und uns erst einmal ausruhen.

25.02.2020 – von Linköping nach Gävle

Der kleine Abstecher zum Göta Kanal war etwas enttäuschend. Offensichtlich ist der Kanal im Winter nicht befahrbar und so gut wie trocken.

Ansonsten rollte es gemütlich gen Norden bis Gävele. Um Stockholm herum gab es leichten Schneefall, aber danach um so mehr Sonne. Obwohl schon recht weit im Norden gibt es – überraschender Weise – noch immer keinen Schnee. Hier und da sieht man noch etwas Eis auf den Seen, aber wirklich Winter erwartet mich lt. Vorhersage erst in Lulea. Dort soll es bis Freitag nachts frostige minus 15 Grad geben.

23. / 24.02.2020 – von Celle nach Linköping, S

Endlich geht es wieder auf Tour, dieses Mal nach Lulea in Nordschweden. Für die knapp 2.000 Kilometer sind 4 bis 5 Etappen geplant. Die Etappenziele sind nicht ganz freiwillig gewählt, sondern orientieren sich an den wenigen Stellplätzen, die in Schweden ganzjährig geöffnet sind.

Die erste Etappe ging von Celle nach Malmö über die Vogelfluglinie – A7 / A1 nach Fehmarn und dann mit der Fähre nach Rödbyhavn in Dänemark. Bei starkem Regen und viel Wind ging es in Celle los. Am Fehmarn Sund waren es dann nur noch 6 Windstärken, so dass die Überfahrt auf der Wind anfälligen Brücke problemlos verlief. Überrascht war ich von der ruhigen Überfahrt mit der Fähre, wo auch Hunde an Deck dürfen – als Hundebesitzer hat man den Eindruck, dass jeder einen Hund hat. Peinlich, an der ersten Säule im Salon musste Xandro schnell noch Markieren. Trotz des Sturms der letzten Tage hat sich keine besondere Welle aufgebaut. Bei Dauerregen ging es dann über Kopenhagen nach Malmö an den Hafen zur Übernachtung. Es gab lecker Kotelett mit Rosmarinkartoffeln und Salat (zwei Kotelett für mich zwei für Xandro (ungewürzt natürlich)).

Das Aufwachen war herrlich, Meeresrauschen und strahlender Sonnenschein bei 6 Grad Celsius, und der Kaffee war schnell gekocht. Wir haben uns treiben lassen und kein besonderes Ziel für die zweite Etappe festgelegt. Den Anker habe ich dann in Linköping „geworfen“, zum einen, weil Xandro genug hatte – schläft jetzt wie ein Stein, was ich so nur von meinen Kindern kenne, als sie „Zwerge“ waren – zum anderen, weil hier eine der wichtigen Schleusen vom Göta Kanal, der Schweden wie Schleswig-Holstein der Nordostseekanal „teilt“, liegt.

Auch hier, deutlich nördlicher als Celle, sehe ich den Klimawandel. Das es keinen Schnee oder Frost bisher gibt, ok, aber, dass die Sträucher grüne Ansätze von Blättern produzieren ist schon bemerkenswert.

06.10. – 11.10.2019 – von Castello de ferro nach Celle

Zum Abschluss der langen Reise noch eine kleine Zusammenfassung der letzten Tage. Die ersten zwei Tage ging es von Castello de ferro über Cartagena nach Denia. In Denia war tatsächlich so etwas wie „zu Ende“, denn Richtung Norden war die Saison per 30.09. zu Ende und alle Campingplätze bereits geschlossen. Ausnahmen gab es in Orten wie Benidorm, die so schrecklich sind, dass man nur weiterfahren möchte oder in den Metropolen, die ich mir nicht anschauen wollte.

Die Landschaft, die ich gesehen habe, ist von der Sonne stark verbrannt und ausgetrocknet und viele Flussläufe sind schlicht weg trocken – gespenstisch.

Von da an setzte dann das Verlangen ein möglichst schnell nach Hause zu kommen und die anstehenden 2.200 Kilometer hinter sich zu bringen. Es ging über die mautpflichtige Autobahn Richtung Norden mit wunderschönen Ausblicken, besonders auf den Stadtautobahnen in Barcelona und Lyon. Auch vorher schon gab es reizvolle Großstädte wie Cartagena und Murcia, die ich mir aufgrund der hohen Temperaturen von über 30 Grad nicht angeschaut habe.

Zuhause gab es viel Freude für Xandro, der endlich wieder ohne Leine laufen kann und im Garten sich einfach wohlfühlt.

Für mich natürlich die üblichen Arbeiten, Wohnmobil ausräumen und reinigen, Wäsche waschen und den Rasen mähen, denn Robby hat sich festgefahren und so seinen Dienst eingestellt.

Insgesamt war es eine sehr tolle Tour, die an der einen oder anderen Stelle etwas überladen war mit Eindrücken. Hier arbeite ich an meiner Geduld auch mal einfach ein paar Tage stehen zu bleiben, um die Eindrücke zu verarbeiten und den Gedanken zu verdrängen: „wenn ich doch schon mal hier bin“………..

3. – 5.10.2019 – von Torremolinos nach Castello de ferro

Die Strecke führte überwiegend an der Steilküste entlang, oder durch Täler, die für den Gemüseanbau und Obstanbau genutzt werden. Um den Wasserhaushalt besser zu regulieren sind die Plantage alle komplett beschattet.

Auch wenn die Wahl des Ortes eher zufällig war – netter, einfacher Campingplatz – ist die Erfahrung sehr interessant, da sich hier nur wenig Touristen hin „verirren“ und ich so das „richtige“ Spanien erleben kann. Kleine, einfache Restaurants, und Geschäfte, die von 13 bis 17 Uhr geschlossen haben. Mit Sonnenaufgang werden alle Hunde des Ortes ausgeführt, die jungen Leute joggen und die Älteren gehen spazieren. Ab 10 Uhr spätestens werden die kleinen Restaurants bevölkert und Schatten gesucht. Der Kiesstrand wird nur spärlich benutzt. Der Campingplatz hat auch eine Art Tapasbar, die von 12 bis 18 Uhr von Briten betrieben wird. Bei interessanten Gesprächen erfährt man etwas mehr über den Brexit und die vielen Briten, die hier leben, oder zum Überwintern kommen.

Morgen beginnt dann die eigentliche Rückreise mit Vorfreude auf zu Hause.

02.10.2019 – vom Camping La Bella Vista nach Gibraltar und weiter nach Torremolinos

Eigentlich wollte ich noch ein paar Tage bleiben, aber der Platz war bereits von einem britischen Paar für die Überwinterung vorbestellt. Also ging es heute schon weiter, erst zum Fotostop Gibraltar, aber nicht bis hinunter in die Stadt. Ich bin erst um 13:00 Uhr bei 32 Grad losgekommen, und da kann der Hund nicht im Wohnmobil bleiben.

Laut Beschreibung soll es ein Paradies zum zollfreien einkaufen sein – mehr nicht -, und die Besonderheit soll eine Autobahn mit Überquerung der Start- und Landebahn sein. Nun ja, da gibt es noch viel Verrückteres auf dieser Welt. in Malabo, der Hauptstadt von Äquatorial Guinea ist die Start- und Landebahn gleichzeitig auch Straße und Fußweg über die gesamte Länge.

Der Anblick dieser Meerenge ist schon etwas besonderes, besonders auch, weil heute das Atlasgebirge am Horizont sichtbar war.

Der nächste Ort sollte Marbella sein. Ja, ich war da, nein, muss ich nicht haben. Alles sehr eng, unverschämte Fahrweise und zugeparkte Strassen. Dazu unendlich große Menschenmassen, die durch die Stadt liefen. Ich war froh, als ich wieder auf der Küstenstraße A 7 Richtung Malaga, die auch sehr stark befahren ist, zumindest zu den Seiten hin Platz hatte. Es geht endlos an Urbanisationen vorbei, die natürlich keine besondere Kultur, außer tollem Meeresfrüchte Angebot, aufzuweisen haben. Der Streifen zum kargen, teilweise sehr bergigen Hinterland ist wirklich künstlich, so wie man es aus Abu Dhabi und Dubai kennt. Angepflanzte Palmen Alleen und viel Grün dank künstlicher Bewässerung. Heute stehe ich in Torremolinos direkt an der Strandpromenade. Lt. Internet ist das Übernachten erlaubt – bin gespannt. Der Strand ist überraschend leer, denn die Poolanlagen sind überfüllt – wenn ich die Wahl hätte natürlich das Meer.

Die Promenade hat reichlich an Restaurants, die offensichtlich unterschiedliche Öffnungszeiten haben. Die einen sind zum Mittagessen, die anderen zum Abendessen geöffnet.

01.10.2019 – bei Gibraltar

Die Wetteraussichten für Andalusien sind deutlich besser, als die von Katalonien. Ich werde daher hier noch ein paar Tage den Spätsommer genießen.

30.09.2019 – von Caceres nach Gibraltar

Es war eine beschwerliche Etappe bis zum Mittelmeer bei sengender Hitze. Zum Schluss war die Vegetation soweit reduziert, dass man sich an alte Westernfilme erinnerte. In der Szene scheint die Route nicht beliebt zu sein, insgesamt habe ich nur 3 Wohnmobile gesehen.

Die Anfahrt auf Gibraltar war atemberaubend, aber unheimlich diesig, so dass ich für ein paar Fotos morgen noch einmal hinfahre. Campingplätze gibt es zwei, aber beide nehmen keine Hunde auf.

Ich bin ca. 17 Kilometer östlich auf einem sehr schönen Campingplatz direkt am Strand untergekommen. Der Platz ist eindeutig in britischer Hand, überwiegend mit großen Wohnwagen zum überwintern.

Heute ist mal ein ganz normaler Urlaubstag am Strand – 33 Grad bei wolkenlosem Himmel und erfrischenden 24 Grad Wassertemperatur.

29.09.2019 – von Laredo nach Caceres

Es ist Wochenende in Spanien und der Sonntag ist ähnlich wie der Samstag was die „neuen“ Verkehrsteilnehmer betrifft. Es waren wieder 100 – derte, wenn nicht sogar mehr, mit ihren Rennrädern unterwegs. Und die düsen durchaus mit 80 km/h den Berg hinunter und überholen, natürlich rechts.

Es stand eigentlich die Stadt Santander auf dem Programm. Ich hatte ehrlicher Weise nur nach den Highlights Google befragt, und nicht geprüft, ob es eine große Stadt ist. Es ist eine große Stadt mit vielen engen Straßen, wenig Parkplätzen, aber sehr schön anzuschauen. Nachdem mich ein Polizist sehr freundlich mit Händen und Füßen darauf hingewiesen hat, dass Wohnmobile in der Innenstadt nicht parken dürfen habe ich auf Fotos verzichtet, die Eindrücke einer kleinen Rundfahrt genossen und mich „getrollt“.

Also Parkplatz angesteuert und Google befragt, ob es bis Gijong „lohnendes“ gibt. Ja, gibt es – aber nach so vielen tollen Eindrücken doch eher Wiederholungen.

Also spontan um – entschieden – nicht mehr nach Gijong, sonder direkt Richtung Süden nach Gibraltar. Auf diesen Touren lernt man sehr schnell sich Erwartungen abzugewöhnen, denn ohne Information oder Erfahrung ist jede Erwartung zufällig stimmig, oder mehrheitlich halt nicht.

Die Strecke nach Gibraltar beträgt rund 1100 Kilometer. Mal sehen was passiert, dachte ich mir und war sehr positiv überrascht, dass diese Autobahn keine Maut kostet. Das, was ich alles gesehen habe war unglaublich und nicht immer erwartet. Landeinwärts Richtung Süden wurde es hügelig und ländlich. Abgeerntete Felder, so wie wir es Mecklenburg Vorpommern, oder international aus Nordamerika kennen bis zum Horizont reichend. Immer wieder völlig ausgetrocknete und sandige Gebiete, die karg waren, und wenn überhaupt diestelartige Vegetation zugelassen haben.

Über viele Kilometer kein Baum, kein nennenswerter Strauch, keine Menschen. Und plötzlich, wie aus dem Nichts, Grün, Menschen, Weinberge, Oliven Plantagen, Leben – ah, da fließt ein Fluss.

Richtung Süden schloss sich eine Bergkette an, ähnlich dem Harz, vielleicht in Summe 300 Meter höher. Aufgrund der Höhen bedingten Kühle deutlich mehr Grün und immer wieder Hinweise auf alpine Skigebiete. Ich nehme mal an, dass das Klima hier bereits kontinental ist, und somit genügend Schnee im Winter fällt. Ehrlich, schwer vorzustellen bei so viel durch die Sonne verbrannter Erde, und es ist jetzt 19:30 Uhr und es sind schlappe 32 Grad.

Morgen wird es noch einmal eine reine Fahrstrecke bis nach Gibraltar geben – rund 450 Kilometer.

28.09.2019 – von San Sebastian nach Loredo

Nach einem Ruhetag mit den üblichen Aktivitäten, Staubsaugen, wischen und Behälter leeren, bzw. auffüllen ging es bei leichtem Nebel Richtung Westen. Zum Glück hatte ich sehr nette Kontakte zu zwei britischen Paaren, die mir wertvolle Tipps bezüglich der Strecke gegeben haben. Die ersten 20 Kilometer der Küstenstraße Richtung Westen sind für Wohnmobile aufgrund der Breite nicht passierbar. Danach kamen aber die atemberaubenden Ausblicke, wie man sie sich wünscht. Der spanische Teil der Biskaya ist völlig anders als der französische Teil. Es sind zwar keine besonders hohe Berge, aber dafür um so steiler. Ich brauchte für die Strecke überwiegend nur die Gänge 2, 3 und 4, entsprechend war die Durchschnittsgeschwindigkeit gerade mal 35 Kilometer pro Stunde stundenlang.

Reizvoll sind auch die kleinen Orte, da sie ursprünglich und nicht vom Tourismus verfälscht sind. Ähnlich wie in Frankreich ist es auch an den Stränden in Spanien immer noch voll – mit Einheimischen und bei 26 Grad auch verständlich.

Heute war ich wieder einmal mit zwei neuen Herausforderung konfrontiert. Der angesteuerte Campingplatz, beste Lage, entpuppte sich als zu schwierig. Überall falsch parkende Autos und 13% Gefälle habe ich probiert, aber dann doch den Rückzug angetreten. Es waren ca. 10 Zentimeter rechts und links frei – alleine, nein Danke.

Die zweite Herausforderung ist das Saisonende auf den Campingplätzen am morgigen Sonntag. Mal sehen, ob es noch genügend offene Plätze unterwegs geben wird,

26.09.2019 – von Biarritz nach San Sebastian

Es ging weiter von der französischen zur spanischen Biskayaküste. An der Grenze liegt die Kleinstadt Saint Jean de Luz. Auch ein Badeort mit einem sehr schönen Strand, sehr netter Altstadt – und vom Flair her bezahlbar. An die Bucht von Saint Jean de Luz schließt sich die Steilküste Basque Corniche an, die atemberaubende Blicke auf den Atlantik bietet. Es gab einen kleinen Wermutstropfen, denn es stand als Besichtigung das Schloss Abbadie auf dem Programm, dass aber so überfüllt war, dass es keinen Parkplatz innerhalb von einem 10 Kilometer Radius gab.

San Sebastian

Kaum merklich, dass ich inzwischen in Spanien bin. Zumindest nicht bevor ich in San Sebastian angekommen bin. Eine atemberaubende Großstadt, die ich trotz vieler attraktiver Sehenswürdigkeiten aufgrund der Größe nicht mit Hund machen möchte. Hier änderte sich der Straßenverkehr drastisch. Die jungen Leute sind alle mit Motorroller unterwegs, kenne ich auch aus Italien, und sie fahren wie die Henker. Gefühlt setzt sich der Verkehr aus 50% Autos und 50% dieser Flitzer zusammen.

Der Strand und der Blick auf die Stadt sind malerisch und lohnenswert ein Stück auf der Strandpromenade zu bummeln. Neben den tollen Ausblicken ist die Sauberkeit sehr bemerkenswert. Zwar sind meine Erfahrungen an der spanischen Mittelmeerküste schon einige Jahre her, aber dort war eher das Gegenteil an der Tagesordnung.